Supergut !!!.... musste beim Lesen so lachen....

Leben > Haus & Wohnen
Reklame muss sein!
(18.09.2011) Hallo OS-Nachbarn!
Reklame muss sein!
Unser Lebensablauf(Familie) hat sich bewusst an die Reklameblättchen- und Annoncen-Werbung angepasst. Wir machen uns einen Spaß daraus, die Blättchen nach unseren Bedürfnissen zu sortieren um dann einen Einkaufsplan zu erstellen. So wird der Speiseplan für die ganze Woche besprochen und unter Berücksichtigung von preiswerten Sonderangeboten, geplant.
Bei günstigen Toilettenartikeln und Waschpulver usw. sind wir schon mal bereit, einen Vorrat anzulegen. Andere preiswerte Haushaltsartikel werden nur gekauft und ausgewechselt, weil hier ein seltenes Schnäppchen lockt. Größere Anschaffungen werden verschoben, mit der Begründung: Wir warten, bis es ein Sonderangebot gibt.
Auch die Textil- und Schuhmode-Angebote halten die modebewusste Hausfrau auf dem Laufenden.
Elektronik-Artikel aller Art sind eher was für Männer und verführen leicht zum Kauf.
Bei Möbel-Angeboten sind wiederum die Frauen angesagt.
Das ist aber nur ein kleiner Auszug aus der Vielfalt der Prospekte.
Meine persönlichen Einkaufs-Erfahrungen habe ich in einem Gedicht festgehalten.
Reklame muss sein
Ob Sonntagszeitung, ON oder Mittwochsblatt,
die Reklameblättchen werben mit hohem Rabatt.
Die Werbefachleute sind mächtig geschult,
und es wird um die Gunst jedes Kunden gebuhlt.
Vor dem Lesen der Zeitung muss ich sie entkernen,
und erst mal die überflüssige Verkaufsförderung entfernen.
Was wichtig ist, wird dann gemeinsam beraten,
jetzt brauchen die Sonderangebote nicht mehr lange zu warten.
Die Hausfrau wird eilen und zum Discounter hetzen,
die Verkaufsstrategie beginnt sich durchzusetzen.
Es bleibt nicht bei einem Teil wie Anfangs studiert,
billig, billig, wird jetzt suggeriert.
Ich spreche selbst aus eigenem Erleben,
bei uns hat es einmal kein Mittagessen gegeben.
Damals bin ich schnell beim Supermarkt vorbei,
da steht eine vorzügliche Hähnchenbraterei.
Eine Hähnchenbraterei in großem Stiel,
geschätzt fünf Dutzend, das ist nicht zuviel.
Und Hähnchenschenkel und Flügel ganz kross,
und in Gedanken ich den Braten schon genoss.
Und Haxen und Rippchen waren auch der Renner,
denn Grillfleisch ist lecker und etwas für Kenner.
Es war gerade die Mittagszeit im Gange,
da bildete sich am Tresen eine lange Menschenschlange.
Doch es war für alle im Vorrat gebraten,
und es dauerte nicht lange und man musste nicht warten.
Hatte ich dann mein zweigeteiltes Hähnchen bekommen,
hab ich auch noch beim Bäcker ofenfrische Brötchen mitgenommen.
Und die Brötchen schmecken besonders gut,
wenn man darauf die gute Landbutter tut.
So ging ich noch zum Discounter rein
und kaufte nebenbei die gute Land-Butter ein.
Und weil die Hormonkur nach Vitaminen schreit,
bin ich auch noch für einen grünen Salat bereit.
Tomaten, Gurken und etwas Lauch,
in Öl und Essig nach altem Brauch.
Als Nachtisch halte ich noch zwei Sahnejoghurt bereit,
Jetzt habe ich schon eine Drei-Gänge-Mahlzeit.
Den vierten Gang kann ich mir schenken,
statt an Suppe muss ich jetzt an mein Hähnchen denken.
Ein kalter Hahn ist auch nicht der Hit,
wie krieg ich bloß das ganze Gemüse mit.
Ein Karton wird von seiner Last befreit,
nun ist er für meinen Einkauf bereit.
Und schnell zu Kasse und ab durch die Mitte,
zu Hause wartet schon meine Brigitte.
Die Abrechnung gebe ich Ihr, sonst wir sie mich rügen,
und jetzt sagt sie: Das ist aber ein teures Vergnügen.
Beim Dinieren da fing ich so nebenbei an zu fragen,
was essen wir denn in den nächsten Tagen.
So sagt sie: Ich darf meine Haushaltskasse nicht ruinieren,
ich muss erst noch die Sonderangebote studieren.
Und so schließt sich der Kreis und man wartet gespannt,
bis in der nächsten Ausgabe neue Angebote genannt.
Und kommt sie nicht pünktlich ist große Not,
vielleicht nur bis morgen gilt das Sonderangebot.
Und flitzt man schon morgens in den Laden und schnauft,
dann heißt es plötzlich: Leider gerade ausverkauft.
Das Nachbestellen ist auch nicht drin,
das Angebot war nur ein einmaliger Supergewinn.
Doch die Zeitung kommt meistens pünktlich, das ist famos,
und sie ist informativ und auch kostenlos.
Über das Reklameangebot gibt es bei uns keinen strittigen Fall:
Was dem einen sin Uhl, ist dem anderen sin Nachtigall.
Gedicht S.R.
Gruß S.R.
- 5 Nachbarn gefällt dieser Text. Und Ihnen?
- Gefällt mir
Kommentare
Ich habe deine Beiträge alle einmal quergelesen und sie beweisen
auf oft humorvolle Art eine gute Beobachtungsgabe und Liebe zum Detail.
Auch die Bilder . . . .eher Klasse statt Masse.
Das gefällt mir. Ist das Profilbild selbst gemalt?
Marion
Hallo Marion,
vielen Dank für das Kompliment.
Das Bild habe ich mit Pastellfarben gemalt.
Tschüss SR











