(02.02.2012) Nun ja, er hatte es ja gut, aber es reichte ihm nicht. Und so zog er hinaus um die Welt zu entdecken.
Leo, ein Erpel im besten Alter, hoch motiviert, schaute sich um und schüttelte den Kopf.
Verrückte Hühner dachte er und watschelte zum Wassertrog.
Jeden Tag das selbe, immer Eintopf ist auch nicht das wahre.
Seine Gedanken kreisten. Was tun? Egal ich muss hier weg. Es muss noch mehr mehr geben als diesen Ort der Einöde.
Ich gehe. Und er ging. Nein, er flog!
Über Zäune Gärten und Häuser.
"Ich bin Frei!"
Fremd war sie, die neue Welt. Nie hatte er etwas anders gesehen als sein kleines Reich. Sein Harem bestand aus vier Enten. Vier Enten, lächerlich."
Im Flug sah er unter sich einen kleinen See. See war schon übertrieben, aber immerhin größer als sein Wassertrog.
Herrlich dieses Nass. Er tauchte kurz ein, schüttete sich und schlug mit den Flügeln um sich die Nässe abzuschütteln.
Wundersame Gestalten gackerten in unscheinbarer Nähe. So etwas hatte er noch nie gesehen. Lange Hälse, schwarze Köpfe und weiße Streifen.
Langsam ruderte er mit seinen Füßen heran.
Oh, Gott, und die bunten da vorne!
Unzählige Augen schauten ihn an.
Komischer Kauz, mussten sie wohl denken, so sah es jedenfalls aus als sie ihn von oben bis unten betrachteten.
Hat sich wohl verlaufen, schnatterten die eine. Alle stimmten in dem Geschnatter mit ein.
Sollen sie doch, dachte Leo. Gründelt zog er durch das flache Wasser. Watschelte kurz ans Ufer um nach eventuellen Leckerbissen Ausschau zu halten . Fand aber nichts besonders.
Die Sonne schien und ließ sein weißes Gefieder glänzen. Erhobenes Hauptes setzte er sich ins Gras und betrachtete seine neue Welt.
"So sieht sie nun aus, die große Freiheit, dachte er!"
A.V.: Lukas B.
Bildquelle: Eigen