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Zur "Lego"-Ausstellung (6): Minifiguren viermal um die Erde
(11.01.2012) (jel) – Die größte „Bevölkerungsgruppe“ der Erde sind nicht die Chinesen (1,4 Mrd.), sondern die Lego-Minifiguren. Seit Produktionsbeginn 1978 haben mehr als 4 Mrd. der 3,8 cm großen Figuren die Werke des dänischen Spielzeugkonzerns verlassen. Damit gibt es nach Lego-Angaben etwa dreimal so viele Minifiguren wie Chinesen, zwölfmal so viele wie Amerikaner und 49-mal so viele wie Deutsche. Aneinandergereiht würden die Minifiguren viermal den Äquator umspannen.
Die kleinen Noppensteinfiguren sind bereits in viele Rollen geschlüpft: Es gibt sie als Polizisten, Krankenschwestern und Astronauten, außerdem treten als Filmhelden wie Luke Skywalker, Indiana Jones, Harry Potter und sogar als Pamela Anderson auf. Auch in der Ausstellung „Alle bauen mit Lego“ im Museum Industriekultur, Fürstenauer Weg 171 (Mi.–So., 10–18 Uhr), sind die Lego-Leute ein zentrales Thema.
In der Sonderschau mit Exponaten aus der Sammlung von Jörg Thiesmeyer (Bad Laer) sind Lego-Figuren aus allen Zeitabschnitten und Serienperioden zu sehen. Darunter sind auch die ersten Spielfiguren von Lego, die von 1974 bis 1978 gefertigt wurden und noch größer und aus mehr Lego-Steinen zusammengesetzt waren als die heutigen Modelle (Foto unten). Die aktuellen Minifiguren bestehen aus 8 Teilen: 2 Arme, 2 Hände, 2 Beine, 1 Körper und 1 Kopf, die durch ein Klicksystem verbunden sind. Mit neuen Themenserien wie den Piraten wandelten sich die Minifiguren in den 1980er Jahren. Nachdem sie anfangs kein Geschlecht und keine eindeutige Rolle hatten, erhielten sie nun unterschiedliche Gesichtsausdrücke und Zubehör wie Holzbein, Armhaken und Augenklappe.
1999 traten die Lego-Figuren erstmals als Star-Wars-Charaktere auf. Seither waren sie in vielen prominenten Rollen zu sehen, sogar die Basketballstars Dirk Nowitzki und Magic Johnson wurden bereits als Minifigur in Plastik gegossen. Harrison Ford (Han Solo/Indiana Jones) und Alfred Molina (Doc Ock/Satipo) sind die einzigen beiden Schauspieler, die gleich zweimal als Minifigur portraitiert wurden. 2002 erhielten die Miniguren ihr jetziges Maß: Sie sind so hoch wie 4 aufeinander gesteckte Lego-Steine.
Jüngste Entwicklung sind Minifiguren in Blindverpackungen. 5 Serien mit je 16 Figuren sind bisher erschienen, die in bunten Tütchen verkauft werden, deren Inhalt von außen nicht zu erkennen ist. Die Figuren werden im Web getauscht, besonders rare Exemplare können es leicht auf zweistellige Eurobeträge bringen. Am Rande: Nach Lego-Angaben werden weltweit jährlich über 122 Mio. Minifiguren verkauft. Rechnerisch sind das 3,9 Minifiguren pro Sekunde. Minifiguren im Web: http://minifigures.lego.com
PR/Lintel-Fotos
Museum Industriekultur: http://www.industriekultur-museumos.de/
Lego im Web: http://www.lego.de
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