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Zur "Lego"-Ausstellung (7): Noppensteine mit Frauenpower

Pop-Studio aus der lego-Belville-Serie.

(16.01.2012)  (jel) – Damit dürfte der Streit um die Frauenquote in den Noppenstein-Welten erst einmal ausgestanden sein: Nachdem die in Sachen Geschlechter-Gleichstellung bewegten Schweden zuletzt harsche Kritik übten, dass es in den Baustein-Sortimenten des Lego-Konzerns an weiblichen Spielfiguren mangelt, haben die Dänen gehandelt. Mit der neuen Serie „Friends“ kommt im März auch bei uns eine neue Produktlinie auf den Markt, mit der sich das Unternehmen gezielt an Mädchen im Alter von 5 bis 8 Jahren wendet. Das neue Lego-„Friends“ greift mit weiblichen Minifiguren Spielthemen wie Tiere, Pferde, Traumhaus , Party, Mode, Ausgehen und Freundschaft auf, die eher dem Rollenspiel- und Bauverhalten von Mädchen entsprechen.

Eine echte Neuerung sind die von Pastelltönen und der Farbe Rosa dominierten Mädchen-Sortimente hingegen nicht: Vater, Mutter, Kind kann mit Lego schon seit der Premiere der ersten Familien-Figurenserie im Jahr 1974 gespielt werden. Die erste Lego-Produktlinie, die eigens für Mädchen konzipiert war, kam 1979 mit der Schmuckserie „Scala“ auf den Markt. Mangels Erfolg wurde die Serie zwar bereits 2 Jahre später wieder eingestellt, aber Mädchen rückten mehr in den Fokus des Marketings und schließlich kamen mit den Serien „Paradisa“ (1992), „Belville“ (1994) und der 2. Auflage von „Scala“ (1997) erneut spezielle Bausteine- und Figurensortimente auf den Markt, die auf Mädchen zugeschnitten waren.

Seltene Stücke aus den frühen Lego-Serien für Mädchen sind auch in der Ausstellung „Alle bauen mit Lego“ im Museum Industriekultur, Fürstenauer Weg 171 (Mi.–So., 10–18 Uhr) zu sehen (Foto). Wie der Spielzeugsammler Jörg Thiesmeyer aus Bad Laer recherchiert hat, der seine Schätze in der Ausstellung zeigt, hatte Lego die von Mädchen gewünschten Sortimentsthemen wie Strandleben und Pferde zuvor statistisch erhoben. Mit den Produkten der Clikits-Serie gab es von 2003 bis 2006 eine weitere Produktreihe, die vor allem für Mädchen konzipiert war. Mit diesen Bausteinsortimenten konnten Schmuck und Raumdekorationen aus Lego gebaut werden.

Zum Start der neuen „Friends“-Serie, die in den USA und England bereits gekauft werden kann, kommen bei uns nach Lego-Angaben 14 Sortimente auf den Markt. Auffälligste Neuerung sind die neuen weiblichen Minifiguren, die ein wenig größer als die bisherigen Exemplare und mit deutlich feiner ausgestalteten Gesichtern versehen sind. Die 5 neuen Hauptfiguren heißen Mia, Stephanie, Olivia, Andrea und Emma. Das angesehene US-Wirtschaftsmagazin „Bloomberg Businessweek“ hat ihnen unter der Überschrift „Legos Milliarden Dollar Girl“ bereits eine Titelgeschichte gewidmet. Lego ist eben nicht nur in den Kinderzimmern ein Thema … Lintel-/PR-Fotos

Lintel-Foto

Museum Industriekultur: http://www.industriekultur-museumos.de/
Lego im Web: http://www.lego.de