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Moderates Sparen wird fortgesetzt
Kampf gegen Alkoholmissbrauch auch dafür braucht das Bistum Geld. Das Foto zeigt Patienten der Fachklinik Emsland, die auf das Thema "Alkohol" aufmerksam machen.
(16.01.2012) Bistums Haushalt 2012 Kirchensteuer-Einnahmen sind leicht gestiegen
Osnabrück (au) – Mehr Geld in der Kasse als erwartet – das würde sich so manche Privatperson auch wünschen. Dem Bistum ist es im vergangenen Jahr tatsächlich so ergangen. Das Kirchensteueraufkommen ist 2011 sogar leicht gestiegen, obwohl die Finanzexperten des Bistums am Anfang des zurückliegenden Jahres noch mit einem Rückgang rechneten.
Diese und andere erfreuliche Tatsachen verkündete jetzt Bistums-Finanzdirektor Joachim Schnieders bei der Vorstellung des Haushaltsplans 2012. „Wir rechnen auch in diesem Jahr mit einem stabilen Steueraufkommen. Wir sind in einer stabilen Situation, und das macht unsere Planungen einfacher“, ist Schnieders optimistisch. Grund für diese stabile Finansituation sei schlicht und einfach die verbesserte Konjunktur. Wenn mehr Leute eine Arbeit haben, zahlen auch mehr Menschen Kirchensteuer. Im übrigen handele es sich hier um ein anonymisiertes Verfahren. Das heißt, es lässt sich nicht sagen, wer wann wieviel Kirchensteuer gezahlt hat – oder auch nicht.
80 % der Bistumshaushalts kommen aus Kirchensteuerzahlungen. Die übrigen 20 % setzen sich größtenteils aus Kollekten, Spenden, Rücklagen, Zuweisungen und Erstattungen zusammen. In Zahlen ausgedrückt heißt das: Der Etat des Bistums für 2012 hat ein Volumen von 129 Mio. Euro. Den größten Teil (42 Mio.) erhalten die 227 Gemeinden des Bistums. Dabei machen Personalkosten den größten Posten aus; die Caritas (erfüllt soziale Dienste) erhält 22,5 Mio. Der Rest teilt sich auf in Bildung, Medien, Pensionen, Versorgung, Verwaltung und Ausbildung von Priestern, Gottesdienste und anderes wie „weltkirchliche Aufgaben“ (Kindermissionswerk, Misereor, etc.).
In guten Zeiten lässt es sich gut sparen. „In der Vergangenheit konnten wir auf einschneidende Sparmaßnahmen verzichten“, blickt Schnieders zurück und kündigt an, den moderaten Sparkurs 2012 fortzusetzen.
Das wird aber auf keinen Fall Personal betreffen. Denn „wir wollen unsere Aufgaben erfüllen, und dafür brauchen wir Menschen“, stellt Schnieders fest. Das heißt für den Bistumsfinanzchef klipp und klar: „Es wird keine Entlassungen geben. Wir werden die Vielfältigkeit unseres kirchlichen Angebots nicht einschränken müssen“. Die 570 000 Katholiken im Bistum können sich freuen.
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