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Bei Kälte Frostschutz für Vögel?

"Nanu, hier gab es doch sonst immer was zu trinken..." Pech für die Amsel. Bei der Kälte zurzeit friert alles schnell zu.

(06.02.2012)  Wie gefiederte Freunde bei Frost die notwendigen Flüssigkeiten aufnehmen

Osnabrück (eb) – Frostschutz für die Vogeltränke! So friert sie nicht zu und die gefiederten Freunde haben auch in diesen bitterkalten Tagen etwas zu trinken. Was ist von dem Vorschlag eines Vogelfreunds in einem Internet-
Forum zu halten?
Vor 27 Jahren gab es den Glykolwein-Skandal. Damals mischten Panscher Frostschutz in Weine. Geschmeckt hat es nicht, dem Menschen geschadet aber auch nicht. Also kann Frostschutz auch für Vögel nicht schädlich sein? Sollte man meinen, ist aber nicht so.
„Frostschutzmittel sind Gift für Vögel, denn sie enthalten meistens Öle oder Alkohol“, warnt Ornithologe Dr. Gerhard Kooiker. Das kann auch den Darm löchrig machen, woran die Tiere letztendlich eingehen. Sein Rat an alle Vogelfreunde: „Gar nichts machen, die finden schon was.“ Denn der Winter sei eine ganz normale Jahreszeit, und wenn diese Jahreszeit existenzbedrohend für Vögel wäre, dann gäbe es schon längst keine mehr.
Außerdem decken Amsel, Drossel, Fink und Star ihren Flüssigkeitsbedarf auf andere Weise: durch gefrorenen Tau an Grashalmen, aus getautem Wasser in Dachrinnen oder sie fliegen an einen nicht zugefrorenen Bach. Jede feste Nahrung, die Vögel zu sich nehmen, enthält auch einen Teil Flüssigkeit. Und wenn mal Schnee liegen sollte, nehmen sie gerne mal von der weißen Pracht einen Schnabel voll, wenn sie Durst haben.
Vor Frostschutz in der Vogeltränke warnt auch Katja Hübner vom NABU Emsland. Sie hält es jedoch für durchaus sinnvoll, Trinkmöglichkeiten für Vögel zu schaffen, wenn kein Schnee liegt. Ihr Tipp: Mit heißem Wasser das Eis in der Tränke zum Schmelzen bringen.
Da das Wasser in der Tränke in diesen Tagen trotzdem schnell wieder zufriert, sollte man diesen Vorgang jeden Tag zur selben Uhrzeit wiederholen. Die Vögel würden sich schnell darauf einstellen.
Sinnvoll sei es nach Meinung der NABU-Expertin auch, Löcher in den Gartenteich zu hacken – sofern man einen hat. Katja Hübner bezweifelt auch, dass Vögel überhaupt Frostschutzwasser zu sich nehmen würden: „Da es sehr intensiv schmeckt, würden die davon gar nicht trinken.“
Der Vorschlag mit dem Frostschutz wurde übrigens nach kurzer Zeit wegen offenkundigen Unsinns aus dem Internetforum gelöscht.

Kommentare

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15.02.12, 11:01 Uhr

wir erfreuen uns jedes Jahr im Winter am Anblick der Vögel, wenn sie zu unserem liebevoll eingerichteten Futterplatz kommen. Wie dankbar nehmen sie das Wasser aus der Vogeltränke an, sie stellen sich darauf ein, dass wir morgens, bevor wir frühstücken, die Futtersäulen auffüllen und auch die Vogeltränke. Bei Frost mit kochendem Wasser aus dem Wasserkocher. In kürzester Zeit hat sich das Wasser abgekühlt und die Vögel kommen.
So frühstücken Mensch und Tier zur selben Zeit und die Zeitung wird nicht mehr beachtet. Wir können von unserem Essplatz aus die Vögel mühelos beobachten.


Heidi

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