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BUGA 2011

BUGA 2011 Foto: Ebba Ehrnsberger

(07.09.2011)  Koblenz als Weltkulturerbe verfügt über ein besonders schönes Gelände, auf dem die Bundesgartenschau 2011einen würdigen Platz bekommen hat. Die BUGA ist integriert in diese Stadt mit ihren historischen Gebäuden. Aus der Stadt in die Stadt – auf diese Art und Weise lernt der Besucher neben dem umfangreichen Programm so ganz nebenbei Kirchen, Museen, Schlösser und Festungen kennen.

Am Eingang zum kurfürstlichen Schloss überrascht uns der Schlosspark mit betörenden Blumenarrangements, geordnet nach den Farben rot, gelb und orange, die jeweils im Ablauf der Jahreszeiten ergänzt werden. Wir bummeln am Konrad-Adenauer-Ufer der Rheinpromenade entlang bis hin zum Deutschen Eck, dort wo die Mosel in den Rhein fließt. Auch hier unglaublich ansprechende Zusammenstellungen verschiedenster Stauden, auf denen sich Bienen und Schmetterlinge tummeln. Im warmen Sonnenlicht scheinen uns die Blütenköpfchen anzuschauen, ja sogar anzustrahlen.

BUGA 2011
BUGA 2011
BUGA 2011

BUGA 2011 (19)



Wer allerdings bei der Bundesgartenschau nur an Anpflanzungen denkt, die Gärtner für uns phantasievoll kombinieren, wird sehr bald merken, dass es hier in Koblenz um mehr geht. Wir fahren mit der Seilbahn auf die andere Rheinseite und gelangen zu einer Reihe von Stationen, die den Naturschutz als Thema haben. Ganz vorne an haben die Landesforsten Rheinland-Pfalz zum internationalen Jahr des Waldes einen futuristisch anmutenden mehrstöckigen Holzpavillon erstellt. Mit interaktiven Elementen wird der Besucher über einen sinnvollen Umgang mit Holz informiert und aufgefordert, in seinem Alltag Entscheidungen zu treffen, die ihm ein Dasein in einer lebenswerten Welt sichern. An der nächsten Station geht es um Gemüseanbau. Dort kann man die Vielfalt alter und regionaler Sorten kennen lernen. Über 12 verschiedene Salate in unterschiedlichen Farben von grün bis braun sind zu einem Kunstwerk gestaltet.

Natursäfte von Streuobstwiesen werden zum Probieren angeboten. Viele alte Tomatensorten sind appetitlich an einer langen Tafel aufgereiht, darunter auch die bissfeste Streifentomate mit ihrem kräftigen Geschmack. Der Weg führt uns vorbei an Zelten mit Heilpflanzen und Informationen über nachwachsende Energien.

Ein weiteres Highlight ist dann eine Tasse Tee mit Himbeertorte in einem Gartencafé, direkt an der Mauer der Festung Ehrenbreitstein. Die müden Füße können wir am Ende unseres Besuches in der St. Kastor Basilika ausruhen und bei den vorgetragenen Evensongs die Seele neu auftanken. Das Hauptportal führt heraus aus dem BUGA-Gelände, von wo Shuttlebusse die erschöpften Besucher zum Bahnhof zurück fahren. Und das Fazit? Koblenz ist eine Reise wert, auch nach der BUGA. Denn die zahlreichen Weinanbaugebiete, Rad- und Wanderwege in der Umgebung haben wir an diesem Tage natürlich noch nicht entdeckt.

www.buga2011.de.